Freitag, 16. Januar 2009

Südindien mit dem Fahrrad



Indien


Reisebericht - 14 Tage Südindien mit dem Fahrrad


Freitag, 11. Oktober 2008
















Wir haben riesiges Glück beim Einchecken, unsere komplette Fahrradausrüstung fliegt umsonst, unsere Frequent-Traveller-Karte hat sich bewährt. In Frankfurt wird es noch besser, wir haben unendliches Glück und werden für den Flug nach Bombay upgegradet, d.h. wir fliegen Business-Class, Luxus pur, viel Platz super Service, gutes Essen. Für unseren Inlandsflug in Indien mussten wir den Flughafen wechseln, aber auch das war gut organisiert, dauerte aber …. Geschäftstüchtige Inder knöpften uns gleich 20,- € für den Bustransport ab. Erst beim Rückflug wurde uns klar, dass dieser Service eigentlich kostenlos ist. Der Zeitpuffer (Ankunft 1 Uhr, Abflug 5:35 Uhr) war schnell aufgebraucht. Um die Gewichtsvorgaben für das Gepäck einzuhalten, checkten wir die Fahrradsatteltaschen als Handgepäck ein, hatten aber nicht daran gedacht, alle spitzen Gegenstände zu entfernen…, also einer von uns wieder zurück, um die Taschenmesser der Kinder noch im Normalgepäck unterzubringen. Am Ende saßen wir gerade noch rechtzeitig im Flieger nach Trivandrum. Der Inlandsflug dauerte; nach 31/2 Std. waren wir mit einem kurzen Zwischenstopp in Cochin, dann endlich in Trivandrum. Wir waren überrascht: ein Miniflughafen, unser Gepäck kam vollständig an. Unsere Internet-Recherche bestätigte sich, es gab leider keine Gepäckaufbewahrung.

Wohin nun mit den Radkoffern und Kartons? Zuerst einmal bauten wir unsere Räder zusammen. Mein ursprünglicher Plan war es, danach mit einer Taxe zum Bahnhof zu fahren, um dort die Koffer in der Gepäckaufbewahrung abzugeben. Laut Internet sollte das funktionieren. Direkt vor dem Flughafengebäude bauten wir unsere Räder zusammen, in ca. 3 Stunden vor 10 bis 20 ständigen Zuschauern. Am Ende waren sie alle fahrbereit.























Doch dann brach die Schraube der Sattelstütze beim Fahrradanhänger. Ich hatte einiges an Ersatzschrauben dabei, aber diese nun gerade nicht. Mit Hilfe der interessiert zuschauenden Inder fanden wir schließlich eine Lösung, die sicher hielt.
Für die „Radverpackung“ hatte sich mittlerweile auch eine Lösung gefunden: Unsere Fahrradkoffer ließen wir bei einem Taxifahrer, den wir im Laufe des Vormittags kennengelernt hatten. Wir einigten uns auf 30 Euro „Lagergebühr“ für 14 Tage (erst später wurde uns klar, dass wir einen viel zu hohen Preis vereinbart hatten). Ich begleitete den Taxifahrer zu seinem Haus, um später auch sicher unser Koffer wiederfinden zu können.









Dann ging es los, um 13 Uhr, durch den lärmenden Verkehr, es dauerte bis wir den Weg aus der Stadt fanden, schließlich fuhren wir in unserer Not, ca. 15 km Hauptstraße. Ein irrer Verkehr, riskante Überholmanöver und…, es wurde immer und immer wieder gehupt, gehupt und noch mehr gehupt, ohrenbetäubend! Unsere erste Tagesetappe ging bis Varkala, das sollten nur ca. 50 bis 60 km werden.




Irgendwann fuhren wir mutig von der Hauptstraße ab, auf der Suche nach einer ruhigen Parallelstraße, die wir bei unserer Planung über Google Earth bereits „besichtigt“ hatten. Erstmals erlebten wir Indien, wie wir es uns vorgestellt hatten: kleine Orte eingebettet in einer Palmenlandschaft, viele Menschen auf der Straße und deutlich weniger Verkehr.






Wir kamen langsam voran. Am Ende erreichten wir den Strand von Varkala bei Sonnenuntergang, nach über 60 km. Es dauerte dann doch noch einige Zeit, bis wir eine geeignete Unterkunft gefunden hatten: „Bamboo House“, zwei sehr einladende Bambushütten in einer wunderschönen Gartenanlage gelegen, vielleicht 150 m von der Promenade und vom Strand entfernt.



Dann gingen wir zum ersten Mal schön indisch Essen. Während des Essens drohte ich mehrmals einfach einzuschlafen, denn in der vergangenen Nacht im Flugzeug hatte ich so gut wie überhaupt nicht geschlafen. Unser erster Eindruck von der Qualität des Essens und der Hygiene waren gut. Ohne Umwege ging es dann zurück in unser Bamboo House. Obwohl es schwül-warm war, bin ich unter unserem Moskitonetz innerhalb von Sekunden eingeschlafen.

12. Oktober 2008

Gut erholt geschlafen, spät am Morgen aufgewacht und…ein tropischer Traum, voller Vogelgeräusche.



Irgendwann gegen 11 Uhr frühstücken wir: herrlichen Fruchtsaft, Porridge und Brown Rolls. Danach haben wir ein wenig die Gegend erkundet. Das Wetter war schön. Am Nachmittag haben wir bei starker Brandung im Meer gebadet, der Strand war nur über eine steile Treppe zu erreichen und auch nicht zu voll. Die Promenade von Varkala-Beach, hoch oben, bestimmt 30 Meter über dem Meer, lädt zum Bummeln ein.



Um diese Jahreszeit sind noch nicht all zu viele Touristen da. Die Cafes machen einen gemütlichen Eindruck, die Speisekarten klingen einladend.

Am Abend haben wir einen Kochkurs belegt, indisch Kochen unter Anleitung, eine spannende Erfahrung, teilweise sehr lecker, allerdings haben wir erst um 22 Uhr gegessen, selber kochen dauert halt! Danach hatten wir ein interessantes Gespräch mit einem Supermarktbesitzer. Eigentlich hatten wir ihn nur angesprochen, weil wir uns wunderten, warum es in Varkala nirgends Mülleimer/Abfallbehälter gab. Schnell wurde klar, der Tourismus boomt, aber die Infrastruktur und das Leben des normalen Inders kann sich dem nicht so schnell anpassen. Dadurch entstehen ganz offensichtliche Gegensätze, Inder mit Mobiltelefonen und völliger Armut nebeneinander.
(Übernachtung: 500 R/Hütte, Essen für 4 Pers.: 360 – 400 R)


13. Oktober 2008

Wie vorher verabredet, hatte uns ein Café für Flori einen zauberhaften Geburtstagstisch vorbereitet, Geburtstag auf Indisch, auch hier gehört eine Torte (Schoko) zum Geburtstag. Es war eine schöne Atmosphäre, der Chef des Hauses hatte sich alle erdenkliche Mühe gegeben.
Danach ging es mit dem Rad weiter nach Kollam, je näher wir Kollam kamen, desto stärker wurde der Verkehr: ein unendlicher Lärm und Gestank. Einige Kilometer zuvor noch Natur pur mit Palmen und super Ausblick.



Eigentlich fahren hier alle wie die Verrückten, aber es passiert zum Glück kaum etwas, jedenfalls haben wir keinen Unfall mitbekommen. Wahrscheinlich, weil die Geschwindigkeiten im Vergleich zu Deutschland viel niedriger sind. Die gute Planung von Kirsche zahlt sich wieder aus: wir finden auf Anhieb unser Tagesziel: eine alte Vila aus der Kolonialzeit, etwas baufällig, aber sehr schön und ruhig gelegen. Das Abendessen war ein Erlebnis für sich: wir werden sehr lecker, typisch indisch bekocht, alles serviert an einem großen runden Tisch. Kaum war der Teller leer, schon eilte ein Angestellter herbei um nachzulegen. Das Frühstück am nächsten Morgen hingegen, auch typisch indisch, war kaum genießbar. Hier liegen Welten zwischen unseren Frühstücksgewohnheiten und denen der Inder.

















Der Eigentümer/Verwalter der Vila organisierte uns einen Tour-Guide, mit dem wir nach kurzen Verhandlungen handelseinig wurden: Am nächsten Tag sollten wir von der Vila abgeholt werden und mit der Fähre durch die Backwaters von Kollam nach Alleypi (ca. 80 km) fahren, dort übernachten und am nächsten Morgen mit unserem eigenem Hausboot einen Tag und eine Nacht durch die Backwaters fahren.

Selbst am Morgen ist es schon so schwül, dass das Laufen von Kilometer zu Kilometer anstrengender wird: ich laufe 10 km und fühle mich wie nach einem 15 km-Tempolauf. Zum Glück liegt die alte Vila in einem Parkgelände ohne Verkehr mit einer gut zu laufenden 1 km-Runde.
(Übernachtung: 225,- R/Doppelzimmer, 45,- R pro Pers. für das Essen)


14. Oktober 2008

Zum Glück hatten wir einen Guide, der uns mit seiner Motorikscha bis zum Fähranleger begleitet hat, mitten durch den dicksten Verkehr. Es war alles gut organisiert, unsere Fahrräder wurden auf dem Schiff verstaut. Wären wir spontan auf eigene Faust zur Fähre gekommen – die übrigens nicht leicht zu finden war – hätten wir sicher einige Diskussionen führen und etwas Geld drauflegen müssen, um mitzukommen. Die Fahrt durch die Backwaters von Kollam bis Alleypi sollte über 80 km gehen und 8 Std. dauern. Die Palmenlandschaft bildete eine reizvolle Kulisse, anfangs waren die Kanäle bei genauerem Hinsehen sehr verschmutzt, erst als wir 20 km von der Stadt entfernt waren, wurde der Müll im Wasser weniger. Etwas gewöhnungsbedürftig waren die Industrieanlagen eingebettet in wunderschöne Palmenlandschaft.



Die Kanäle führten parallel zur Meeresküste, manchmal nur durch einen schmalen Strandstreifen getrennt. Je weiter wir fuhren, desto kleiner wurden die Kanäle und um so schöner die Landschaft.









Wir fuhren weit in die Dunkelheit hinein. Hier wird es innerhalb von 30 Min stockdunkel. Die Fähre war nur mit provisorischem Licht ausgestattet, das auch nur „bedarfsweise“ eingeschaltet wurde. Ohne Licht kamen wir verspätet nach 9 1/2 Std in Alleypi an. Auf einem kurzen Zwischenstopp gab es leckeres indisches Gebäck für kleines Geld zu kaufen.



Zum Glück hatten wir eine vorgebuchte Übernachtung, so dass wir uns recht schnell auf die Suche nach einem schönen Restaurant machen konnten. Wir waren erfolgreich: im „Hotkitchen“ haben wir fast die gesamte Speisekarte ausprobiert und extrem lecker und günstig gegessen (4 Pers. gesamt: 220 R).



Das Hotkitchen war eher ein einfaches Restaurant, stark frequentiert, machte aber insgesamt einen sauberen Eindruck.
(Übernachtung: 300 R pro Doppelzimmer/Appartement)


15. Oktober 2008 (Mittwoch, 5. Tag)

Der Tag begann mit einer kurzen Shopping-Tour durch Alleypi: die Geschäftsstraßen waren eine Mischung aus Markt und Basar, kleine Geschäfte, eigentlich nichts außergewöhnliches, nur die Auswahl an Gewürzen war riesig und es gab Vieles, was es bei uns nicht gibt.



Danach fuhren wir angeleitet von unserem Guide durch den (wieder mal) wahnsinnigen Verkehr zum Hafen zu unserem Hausboot. Wir konnten mit unseren Rädern dem Motorrad kaum folgen.









Unsere Backwater-Tour begann mit einer netten Begrüßung: es gab für alle einen Blumenkranz wie auf Hawaii und eine frisch Kokosnuss zum Trinken.









Wir hatten ein wunderschönes Hausboot mit eigenem Koch, Techniker und Steuermann, ganz für uns allein.



Ein unglaublicher Luxus, mit gemütlichen Sesseln direkt hinter dem Steuermann mit freiem Blick in Fahrrichtung. Wir und die Kinder hatten jeweils eine Luxuskabine für sich.




Gegen 12 Uhr starteten wir Richtung Kumarikon/Kuttayam, eine Stunde später gingen wir erst einmal baden. Das Wasser war bedeckt von Pflanzen, eine Mischung aus Algen und Seerosen-artigen Pflanzen. Die Landschaft war schön, aber nicht wirklich beeindruckend und zudem auch wenig abwechslungsreich.


Insgesamt fuhren wir bis zum Abend 24 km, eher langsam mit ca. 5 km/Std. Ich hatte mein Timex-GPS angeschaltet und kannte daher alle Details. Beeindruckend war die Fahrt durch eine Gewitterfront, man konnte die dunklen Wolken schon lange vorher aufziehen sehen, bevor es dann mächtig platterte.



An Bord wurden wir fürstlich bekocht und wie in einem Restaurant gut bedient. Hier konnte man gut die Seele baumeln lassen, sich einfach ausruhen und viel erzählen.












Abends legten wir irgendwo im Niemandsland zwischen Reisfeldern und Palmen an. Vor der Abfahrt am nächsten Morgen bin ich endlich mal schwimmen gegangen, wenn auch nur kurz, zwischen den indischen Seerosen. Danach ging es in 1 Std. nach Kumatikom.
Insgesamt hatten wir in den knapp 24 Stunden auf dem Boot eine reine Fahrtzeit von 4:45 Std. und sind dabei 31 km weit gefahren.


16. Oktober 2008 (Donnerstag, 6. Tag)

Nach gutem Frühstück ging es auf eine schwere Radetappe. Vom Meeresniveau auf 1000 m in die Berge. Wir mussten viel nach dem Weg fragen, sind aber dennoch einen großen Umweg gefahren. Am Abend waren wir nach ca. 80 km und 5 Std. reiner Fahrzeit auf 1000 m Höhe in Vagamon angekommen. Die letzten 20 km gingen nur bergauf; es war ein schweres Stück Arbeit, fast eine Quälerei. Das Anhängerfahrrad (Mitläufer) den Berg hochzuziehen, war schwerer als erwartet. Je höher wir kamen, desto weniger Verkehr, aber von Zeit zu Zeit tauchten immer wieder die bedrohlich fahrenden Busse auf, die man zum Glück durch ihr Gehupe immer schon weit im Voraus hörte. Auch die Straßen wurden schlechter, aber bei unserer niedrigen Geschwindigkeit (langsamer als 10 km/h) war das gut zu verkraften. Die Steigung der Straße war gar nicht so extrem, aber das stetige Bergauffahren mit Anhänger und Gepäck zerrte an meinen Kräften, zum Schluss brauchte ich alle 15 Minuten eine Pause, wahrscheinlich hatte ich aber auch zu wenig gegessen oder einfach nur eine schlechte Radform.

Zum Glück trafen wir im Laufe des Tages immer wieder auf sehr gut englisch-sprechende Menschen, mal ein Polizist, mal einen Ladenbesitzer, mal einen amerikanischen Touristen und mal auch einen Motorradfahrer, die sich die Zeit nahmen und uns die entscheidenden Tipps für die Fahrtrichtung oder am Ende für eine Übernachtung gaben.



Obwohl unser Ziel weit abgelegen in den Bergen lag, hatten sich plötzlich die Übernachtungspreise verzehnfacht (2000 R/Zimmer). Das erste Angebot schlugen wir dann auch aus, obwohl es draußen langsam dunkel wurde und wir ziemlich geschafft waren. Aber einige Kilometer weiter, fanden wir ein Haus, 500 m von der Straße entfernt, vorbei an einer kleinen Teefabrik mitten in den Teeplantagen, ohne Hinweisschild von der Straße, aber mit schönen Ausblick in die Teefelder.









Die Zimmer waren sehr einfach, wirkten eher feucht, aber wir waren froh etwas gefunden zu haben. Beim Essen wurden wir sehr umsorgt, dauernd füllte jemand die Teller nach, viele verschiedene Gemüse und Vorspeisen: sehr lecker. Wir waren scheinbar die einzigen Gäste, aber wie schon die Tage zuvor, wurden wir wieder einmal gut bekocht.


17. Oktober 2008 (Freitag, 7. Tag)

Nach bescheidenem Frühstück (Toast mit Marmelade) ging es 20 km über eine sehr ruhige Straße durch die Teeplantagen.











Das Wetter war leider nicht schön: wir starteten bei bedecktem Himmel, später kam leichter Regen dazu. Landschaftlich war die erste Stunde sehr beeindruckend: ein leicht hügeliges Land, überall Teeplantagen und das alles auf 1000 – 1100 m.











Durch Zufall begegneten wir bei einem kurzen Stopp einer Gruppe von Frauen, die vollbeladen von der Ernte aus den Teefeldern kamen.












Dann begann der schlimmste Teil des Tages: der Regen wurde stärker und auch der Verkehr.








Zunächst machten wir in Kuttikanam 1 Std. Regenpause, aßen leckere Brötchen und Kuchen – mittlerweile wagten wir uns auch an solche Nahrungsmittel, die nicht verpackt waren, aber frisch zubereitet schienen, heran – dann ging es weiter, der Regen wurde immer stärker, die LKWs immer größer und lauter und immer mehr dröhnende Busse überholten uns, z.T. sehr gefährlich.









Insgesamt schafften wir 60 km bis nach Kumuly/Thekkady. Dieser Ort liegt am Eingang zu einem großen Nationalpark. Die Orte gleichen sich alle: ein Geschäft neben dem anderen, ohne Plan gebaut, oft einfachste Bruchbuden, das Stadtbild war dadurch eher hässlich.


18. Oktober 2008 (Samstag, 8. Tag)

In Thekkady haben wir nach kurzem Suchen, die Baumhäuser aus dem „Lonely Planet Reiseführer) gefunden: super schön gelegen, direkt am Eingang des Nationalparks Peryar.



Die Kinder hatten ihr eigenes Baumhaus, sehr urig, mit direktem Blick in den Park. Zuvor konnten wir uns vor gut gemeinten Angeboten für eine Übernachtung nicht retten. Kaum standen unsere Räder am Parkeingang still, kamen die ersten „Verkäufer“, boten uns geführte Touren im Park und Zimmer an. Hier war man auf Touristen vorbereitet.



Wie schon so oft haben wir lecker zu Abend gegessen und ausnahmsweise auch gut gefrühstückt, dann ging es in den Peryar-Park. Nach viel hin und her haben wir uns einen Führer engagiert, nachdem wir lernen mussten, dass das „auf eigene Faust erkunden“ gar nicht erlaubt war.



Zum Glück trafen wir auf einen offiziellen Park-Ranger, der uns eine geführte Tour über 3 Stunden durch den Dschungel vermittelte. Die Vorbereitung für die Wanderung war aufwendig: jeder musste eine Art von Stulpen bis zu den Knien überziehen, die uns vor Blutegel schützen sollten. Es war wertvoll, einen Führer zu haben, der einen durch die verschlungenen Pfade führte und alle Details erklären konnte.









Neben Affen und Spuren von Elefanten haben wir vor allem Kaffee- Pfeffer- Chili-, Kardamon-, Vanille- und Kakao-Pflanzen gesehen.

Besonders beeindruckend waren die so genannten Jet-Drops, das sind Pflanzen, aus deren Saft entstehen durch Pusten Seifenblasen: man bricht einen Stengel ab und pustet den austretenden Saft zu Blasen in die Luft.



Die Nachwirkungen der Wanderung zeigten sich erst am Abend beim Duschen. Ein Blutegel hatte doch einen Weg unter die Kleidung gefunden und sich bei mir am Bauch „angedockt“. In der Folge blutete die Stelle über Stunden nach, denn die Blutegel sezernieren eine gerinungshemmende Substanz in die Wunde.
(Übernachtung: 1500 R für Baumhaus + Cottage, Essen für 4 Pers.: 400 – 500 R)


19. Oktober 2008 (Sonntag, 9. Tag)

Heute stand eine lange Radetappe auf dem Plan. Es dauert jedoch immer länger als man glaubt, bis es endlich losgeht: Die Frühstücksbestellung hat besonders lange gedauert, aber dann endlich um 10 Uhr ging es los. Insgesamt 120 km durch die Berge von Thekkady nach Muvattupula. Wir starten auf ca. 800 m Höhe, die ersten Stunden geht es abwechslungsreich auf und ab, insgesamt aber doch mehr bergauf. Gegen Mittag sind wir auf ca. 1100 m, schöne Landschaft, wenig Verkehr. Am Anfang sind die Straßen sehr gut, dann zwischendurch echte Stolperpisten, auf denen wir auch bergab nur sehr langsam vorankommen.

Gegen Mittag beginnt der große Regen, wir finden gerade noch einen Unterstand im Niemansland und können sogar noch etwas zu Essen auftreiben. Nach einer Stunde geht es dann ohne Regen weiter, es bleibt landschaftlich beeindruckend, aus den vorbeifahrenden Autos werden wir regelmäßig angefeuert. Das Radfahren ist anstrengend: oft geht es 200 Höhenmeter bergab, um dann wieder auf das gleiche Niveau bergauf zu gehen. Wir bewegen uns sehr lange zwischen 700 und 1000 m Höhe, vorbei an zwei Staudämmen, durch einen Wildlife-Park, alles mit wenig Verkehr – nur wenn wir einen Ort erreichen wird es für wenige Kilometer laut und hecktisch, die Abgase der vorbeifahrenden LKWs lassen einen fast ersticken. Zwei Kilometer später sind wir wieder im Niemandsland, wo ist nur der Verkehr geblieben?

Wir warten lange Zeit auf die erlösende Abfahrt, denn unser Tagesziel liegt eigentlich auf Meeresniveau. Am frühen Abend nach fast 6 Std. ging es dann mit schönen Ausblicken auf eine Seenplatte über gut asphaltierte Straßen in rasender Geschwindigkeit ins Tal.



Fast bei Dunkelheit erreichen wir die Ebene, fahren die letzten 10 km im Dunkeln durch den stärker werdenden Verkehr und erreichen gegen 18:40 Uhr Muvattupula. Zum Glück hatten wir wenigsten einmal Batterielicht für das Rad dabei, denn es wird früh und ganz plötzlich dunkel.
Am Busterminal erkundigen wir uns nach einem Bus nach Cochin, …und es fuhr wirklich einer. Wir hatten noch 20 Min., um den Stations-Chef am Busbahnhof davon zu überzeugen, dass wir in einem Bus unsere Fahrräder mitnehmen dürfen. Wir fanden eine Lösung für unsere 3 MTBs + Fahrradanhänger: die Räder kamen auf das Dach des Busses. Bei strömenden Regen, gut vergurtet, in der Hoffnung, dass sie bei den schlechten Straßen nicht vom Dach fliegen.





Die Preisfindung des Buskontrolleurs war für uns nicht nachvollziehbar: 400 R für 4 Personen, ein stolzer Preis fürs Busfahren, aber wir waren froh uns auf dem Weg nach Cochin zu befinden. Nach 2 Std. Regenfahrt mit einem „rasenden Bus“ erreichten wir Ernikulam/Cochin. Nach kurzer Fahrt mit den Rädern, die die Busfahrt gut überstanden hatten, fanden wir ein YMCA, diese Art von Luxus-Jugendherberge kannte ich noch aus den USA, wir buchten uns für eine Nacht ein und gingen zur Belohnung für die lange Radtour bei Pizza Hut essen. Das war die erste (und einzige) Nacht, die wir ohne Moskitonetz schliefen, denn es gab an den glatten weißen Wänden keine Befestigungsmöglichkeiten. Die Nacht war eine Qual bedingt durch die vielen Mückenstiche.
(Übernachtung: 780,- R für 4 Personen in einem Raum)


20. Oktober 2008 (Montag, 10. Tag)

Heute war nur eine kurze Rad-Etappe auf die Insel Vypin geplant. Hier wollten wir die nächsten Tage ausspannen. Dafür hatten wir uns eine Anlage mit sehr schönen Bambushütten ganz am Ende der Insel ausgeguckt. Wir stehen spät auf und fahren die kurze Strecke zum Hafen mit den Rädern durch den wie immer dichten Verkehr. Zum Glück wussten wir aus dem Reiseführer, dass sich hinter irgendeinem der Gebäude am Wasser der Fähranleger verbergen musste. Hinweisschilder haben wir jedenfalls keine gesehen. Die Fähren von Ernikulam nach Vypin fahren ganz regelmäßig und sind spottbillig, nach weniger als 30 Min. sind wir auf der Insel.










Leider gibt es seit kurzem eine Brücke zur Insel, das bedeutet in der Regel auch mehr Verkehr. Wir starten mit den Rädern durch den starken Verkehr (es ist eigentlich nur eine vielbefahrene Straße, die durch die Insel führt), der nur langsam weniger wird und erreichen nach ca. 23 km unser Ziel für die nächsten Tage: Cherai-Beach-Resorts.



Eine Idylle, ein Traum, wir bekommen ein wunderschön gelegenen Bungalow: die Erholung beginnt! Die Anlage liegt auf einer schmalen Landzunge: auf der einen Seite das Meer mit ausgeprägter Brandung, auf der anderen Seite die Backwaters, in denen viel gefischt wird. Der Bungalow war kein Vergleich zu den Übernachtungen bisher, er war stilvoll eingerichtet, fast luxuriös.




Auch das Essen im Restaurant war extrem lecker, wir blieben bei indisch-vegetarisch und wurden mit sehr geschmackvollem Speisen belohnt.




21. Oktober 2008 (Dienstag, 11. Tag)

Cherai-Beach: Das Baden ist gefährlich, hier herrscht an vielen Tagen eine starke Strömung, häufig allerdings parallel zum Strand. Die Brandung ist sehr stark, es ist schwer hinter die Brandungslinie zu gelangen, um zu schwimmen. Die Wasserfarbe ist eher grau-schmutzig, der Strand ist bei starker Brandung ganz schmal, fast verschwunden. An der Küste verläuft eine Teerstraße mit ganz wenig Verkehr, gut zum Laufen und Radfahren.











Auch die Backwaters scheinen nicht zum Schwimmen geeignet, das Wasser wirkt beim genaueren Hinsehen eher schmutzig, man sieht auch immer mal Abfall drin schwimmen. Trotz alledem, unsere Hütte ist ein Traum, eingerahmt von Palmen. Wir haben Glück, stundenweise scheint die Sonne, leider gibt es aber auch immer mal wieder kräftige Regenschauer. Bei Regen zu baden macht Spaß, der Regen ist nur ein wenig kühler als das Meer, ca. 28°C.




Es bleibt dabei, man sitzt keine 10 Min. am Strand, dann wird man garantiert von einem Inder angesprochen: „Where are you from? What`s your name?“, immer auf die gleiche Tour. Baden in der Brandung geht auch nur, wenn man sich dem Rat der Badeaufsicht widersetzt.(immerhin gibt es hier eine Security, die den Strand beaufsichtigt!). Er sagt in den nächsten Tagen immer wieder: „zu gefährlich, um überhaupt ins Wasser zu gehen!“. Weiter rausschwimmen geht auch nicht, man löst damit in der Regel einen Alarm aus. Einmal war die Security kurz davor mit ein Rettungsboot hinterher zu schicken, nachdem ich hinter die Brandungslinie geschwommen war, um ohne Wellen ein paar 100 m zu kraulen.

Ich war es schon gewohnt, dass man mir beim ins Wassergehen hinterherruft („zu gefährlich“), nur einmal hatte es einen ungewöhnlichen Grund: ein Inder holte mich mit der Bitte aus dem Wasser, ihm doch ein paar Trainingstipps zu geben, wie er seine Wadenmuskulatur aufbauen könnte (viele Inder haben auffällig dünne Beine). Wahrscheinlich hatte er mich kurz zuvor beim Laufen beobachtet und hielt mich daher für kompetent. Nachdem ich ihm einen Trainingsplan über mehrere Wochen vorgeschlagen hatte, ließ er mich endlich schwimmen. Die hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze machen das Laufen sehr beschwerlich, an längeres Laufen war gar nicht zu denken, von Kilometer zu Kilometer „glühte“ man mehr.

Wir hatten noch ein Problem zu lösen: Unsere Radkoffer waren noch in Trivandrum, unser Rückflug ging aber von Cochin. Wir hofften, dass der Taxifahrer, bei dem wir unsere Koffer und den Radkarton gelassen hatten, gegen Bezahlung die Koffer 250 km von Trivandrum auf die Insel Vypeen bringen würde. Der Hotelmanager unserer Anlage hat für uns auf indisch die telefonischen Verhandlungen mit dem Taxifahrer geführt – mit Erfolg, 3750 R (knapp 60 €) hat er als Preis angeboten, das war uns der Service wert. Ansonsten hätte ich einen Urlaubstag opfern müssen und mit dem Zug nach Trivandrum zum Abholen fahren müssen. Am nächsten Tag, mit 5-stündiger Verspätung kamen die Koffer, in Plastik verpackt, auf dem Dach transportiert. Der Taxifahrer hatte unterwegs defekte Bremsen und kam so spät am Abend, dass er nicht mehr zurückfuhr, sondern im Auto vor unserer Anlage übernachtete. Für ein wenig Geld hatten wir einen Urlaubstag gewonnen. Der nächste Glücksfall: Da das Cherai-Beach-Resort eher eine Nobel-Unterkunft ist, verfügt es auch über einen Shuttle-Service zum Flughafen. Wir konnten also in aller Ruhe unsere Räder in die Koffer verfrachten und reisefertig zum Flughafen fahren (1000 R).

Am Donnerstag, zwei Tage vor unserer Rückreise wagten wir uns wieder in die Stadt nach Cochin. Erst mit dem Bus, dann mit der Fähre. Besonders beeindruckend war der Besuch auf dem Markt: eine ganz andere Art wie hier Ananas, Äpfel, Trauben, Bananen und verschiedene Gemüse gehandelt wurden. Auch die niedrigen Preise für Papaya und Ananas (10 R, ca. 15 Cent) waren bemerkenswert.






Die Rückfahrt war wieder ein Erlebnis: Am Fährhafen beim Umsteigen in den Bus bzw. in die Taxe hatten sich die Taxifahrer offensichtlich abgesprochen, keiner wollte uns für weniger als 240 R nach Cherai fahren, obwohl Kirsten am Tag zuvor die Tour für 120 R gefahren war. Da kein Bus fuhr, gingen wir ein Stück die Straße entlang, um dem „Taxen-Kartell“ zu entkommen. Es hat geklappt, kurze Zeit später hatten wir von einem vorbeifahrenden Taxi ein Angebot für 150 R. Wie hart das Leben hier ist, erfuhren wir auf dem Weg nach Cherai. Der Rikschar-Fahrer flehte uns an, kurz bei ihm Zuhause zu halten, um sich im Laufschritt bei seiner Frau einen Schluck Wasser abzuholen. 5 Minuten später ging dem Fahrer der Motor aus: Benzinmangel, wir mussten zur nächsten Tankstelle zurück (soweit reichte die kleine Ersatzflasche), damit er tanken konnte. Mittlerweile hatte uns auch der planmäßige Bus überholt. Leider war es wieder der „Wahnsinns-Busfahrer“, der alle anderen Verkehrsteilnehmer von der Straße drängt. Nur leider saßen wir jetzt in einer kleinen Moto-Rikschar und der Bus drohte uns hupend von der Straße zu schieben.





Bei unserem letzten Radausflug auf der Insel Vypeen, diesmal ohne Gepäck, konnten wir bei einem indischen Fußballspiel zuschauen, mit Zuschauern und Schiedsrichter. Überraschend war, dass alle nur barfuß spielten und dies sehr geschickt, obwohl der Platz durch viele Pfützen eigentlich unbespielbar war. Auch hier gilt: Inder sind begeisterungsfähig, der Jubel nach einem schönen 25m-Barfuß-Schuss war grenzenlos. Auch auf dieser Tour, abseits der großen Straßen, bestätigte es sich wieder: in Indien ist man niemals allein. Auch in einer scheinbar unbewohnten Gegend braucht man nur 5 Min. auszuhalten, spätestens dann ist immer ein Inder bei einem mit der typische Frage: „Where are you from?“




Am letzten Tag standen wir vor einer weiteren schwierigen Aufgabe: Wir wollten das Anhängerfahrrad von Fio in Indien verschenken, denn es war wohl die letzte Tour für die mittlerweile große Fio. Vom nächsten Jahr an würde sie uns mit ihrem eigenen Fahrrad begleiten, also konnten wir den Anhänger mit gutem Gewissen in Indien lassen. Wir waren optimistisch, bei der riesigen Zahl an Kindern hier, eine bedürftige Familie zu finden, die einen solchen Anhänger gebrauchen könnte. Wir positionierten uns dazu mitten im Ort Cherai an die Straße und warteten darauf angesprochen zu werden. Es klappte, zuerst bekamen wir den Hinweis auf ein Fahrradgeschäft, das uns helfen könnte. Dort angekommen waren wir schnell von einer großen Zahl von Indern umringt. Es dauerte etwas, bis wir ihnen verständlich machen konnten, dass wir jemanden suchen, der einen solchen Anhänger wirklich gebrauchen konnte. Unglaublich schien den Indern, dass wir den Anhänger verschenken wollten. Schließlich meldete sich fast schüchtern der Besitzer des Radgeschäftes. Er bekam es dann auch ohne Zögern und er freute sich riesig. Wahrscheinlich dachten viele der Umstehenden, an diesem Geschäft muss doch ein Haken sein, kein Europäer verschenkt so einfach etwas. Mit Fio auf dem Gepäckträger ging es dann zurück zu unserem Beach Resorts.

Auch in den letzen Tagen blieb das Meer stürmisch, d.h. mit starker Brandung und wiederholten Warnungen nicht zu weit in Wasser zu gehen. Einen ruhigen, tropischen Strandtag mit blauen Himmel und blau-grünen Wasser haben wir hier nie erlebt. Auch das Wetter blieb durchwachsen: immer wieder regnete es, das allerdings bei 30°C. Für den Rückflug den Rückflug mussten wir den ziemlich ramponierten Radkarton wieder einigermaßen in Form bringen. Mit zwei Rollen Klebeband flickten wir ihn an den nötigsten Stellen. Damit er überhaupt wieder Form annahm, radelte ich zu einer Tischlerei und kaufte drei Bretter Holz, mit denen ich den Karton stützte. Das Kaufen war dann doch nicht so einfach: erstens hatte der Tischler nur Teakholz, was relativ teuer und schwer war und zweitens dauerte es unendlich lange bis die Bretter zurecht gesägt waren. Grundsätzlich gilt: in Indien muss man für alles mehr Zeit einplanen; auch wenn ganz viele Inder nur herumsitzen und nichts zu tun zu haben scheinen, hier herrscht ein anderes Arbeitstempo! Überhaupt scheint es viel zu wenig Arbeit zu geben, überall stehen Gruppen von Männern, die nichts tun. Ganz am Ende unserer Reise verließ uns unsere Glückssträhne. In Mumbai mussten wir beim Einchecken für jedes Fahrrad 150,- € bezahlen; wir haben alles versucht, die Mitarbeiterin von Austrian-Air war unnachgiebig und dabei noch unfreundlich. Obwohl all unser Gepäck zusammen unter 90 kg, d.h. pro Person unter 25 kg wog und die Räder im Radkoffer als solche gar nicht zu erkennen waren, mussten wir am Ende 495,- € bezahlen, mehr als uns die 5 Tage in dem Luxus-Resort Cherai-Beach inklusive Essen für 4 Personen gekostet hatten. Der Transfer von Cherai-Beach zum Flughafen war übrigens die richtige Entscheidung, es war durchgängig starker Verkehr, mit dem Rad wäre das kein Spaß geworden.

http://wirksam-oder-unwirksam.blogspot.de/

Weitere Reiseberichte aus Indien:

http://www.abenteuer.reisehost.net/index.php/reisebericht-indien-kerala-tamil-nadu-hindu-gotter-und-kokospalmen/


http://www.geo-reisecommunity.de/reisebericht/108686/1/Suedindien-Vom-Baumhaus-im-Dschungel-zu-den-Teegaerten-in-den-Nilgiris-bis-zum-Hausboot-in-Kerala


http://www.abenteuer-indien.de/




Weitere Blogs von mir:


Fahrradtransport im Flugzeug nach Indien

Inder verhalten sich anders - Besonderheiten
Ungewöhnliche Verhaltensweisen der Inder
Umweltschutz in Indien

Indien - Verkehr aus der Sicht eines Radfahrers
Radtour Südindien Oktober 2008

„Verbrauchte Luft“ während des Unterrichts
- Unzureichende Luftqualität in Klassenräumen


Tryptophan Supplementation - ein Update

Impulsivität reduzieren - Einfluss von Tryptophan auf den Serotoninstoffwechsel

http://tryptophan-supplementation.blogspot.com/

Kommentare:

  1. "erst später wurde uns klar, dass wir einen viel zu hohen Preis vereinbart hatten" - würde ich nicht sagen. Sie waren sehr Glücklich ein zuverlässiger Taxifahrer gefunden zu haben, der für knapp 30 Euros (damals ca. 2000 Rupien) Ihr Koffer aufbewahrt hat. Es passiert meistens nicht. Sonst hätten Sie ein Zimmer in einem Hotel reservieren müssen, den Koffer aufzubewahren. Das kostet bestimmt sehr viel. Viel mehr als 30 Euros. Die anderen Inder hätten Sie gesagt, dass 30 Euros zu viel ist, aber das ist nicht zu viel. Die wollten so nur sagen, damit die Möglichkeit besteht, dass Sie für 20 Euro/25 Euro noch was bei denen aufbewahren lassen.

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  2. "Geschäftstüchtige Inder knöpften uns gleich 20,- € für den Bustransport ab. Erst beim Rückflug wurde uns klar, dass dieser Service eigentlich kostenlos ist" - auch nicht. Das kommt darauf an, mit welchem Bus Sie fuhren. Das ist so auch für uns Inder, dass wir manchmal noch was zum Transport bezahlen müssen, manchmal nichts. Sie waren nicht getäuscht.

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